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Olof-Palme-Friedenspreis 2018 verliehen

Kreispolitik

Zum 31. Mal wurde im Reinbeker Schloß der Olof-Palme-Friedenspreis verliehen. Die SPD Stormarn hat diesen Preis nach der Ermordung Olof Palmes am 28. Februar 1986 ins Leben gerufen, um dem schwedischen Ministerpräsidenten und seinem Lebens- und Friedenswerk zu gedenken. Dazu gehört vor allem sein Bemühen, den Menschen ein Leben in demokratischer Freiheit zu verschaffen, sein Kampf gegen Unrecht, Unterdrückung und Rassismus, sein Eintreten für Frieden und Sicherheit durch Partnerschaft, für Abrüstung, gegen Atomwaffen und für die Verbesserung der Situation in der Dritten Welt. Die SPD Stormarn verleiht den Preis seit 1987 an Vereine, Verbände und Menschen aus Stormarn, die sich im Sinne Olof Palmes für ein friedliches und menschenwürdiges Miteinander engagieren.

Die SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier begrüßte in diesem Jahr etwa 200 Gäste. Als Festrednerin konnte die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin und Bundesministerin für Bildung und Forschung a.D. Dr. h.c. Edelgard Buhlmann gewonnen werden. In ihrer nachdenklichen Rede mahnte sie, keine Angst vor Menschen mit anderer Kultur und Hautfarbe zu haben. Es sei eine moralische Verpflichtung, Menschen in Notsituationen zu helfen. Und unterstrich den Ausspruch von Willy Brandt: „Mehr Demokratie wagen“!

Die Laudatio hielt Landrat Dr. Henning Görtz. Er dankte allen Nominierten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Er dankte aber auch der SPD Stormarn. „Sie loben nun schon seit 31 Jahren den Preis aus und überreichen ihn in einem feierlichen Rahmen. Diese jahrzehntelange Kontinuität ist mit Sicherheit nicht selbstverständlich und gehört ebenfalls einmal kräftig gewürdigt!“

Wie im letzten Jahr, gab es auch dieses Jahr zwei Preisträger aus insgesamt neun nominierten Projekten. „Arise – Eine Schule für Ghana“ und das Europakomitee Trittau teilen sich den Preis und das Preisgeld von insgesamt 2.250,-- Euro.

Die Idee für die Schule in Ghana hatte 2014 Annelie Stötefalke, die dort an einer Schule in der Region Accra unterrichtete. Unterstützt wird sie inzwischen von 42 Mitgliedern, meist jungen Menschen aus Ahrensburg und Umgebung. „Arise“ arbeitet daran, die Schule auf- und auszubauen. Es werden Spenden gesammelt, Wohltätigkeitsaktionen durchgeführt und Patenschaften gesucht, die den Kindern in Ghana den Schulbesuch ermöglichen sollen.

Das Geld dient dazu, die laufenden Kosten der Schule zu decken, Möbel, Lehr- und Lernmaterial zu beschaffen oder auch nur für einfache Dinge wie eine Kochstelle, einen Wassertank oder eine Toilette zu sorgen.

Und der Verein hat noch viele Ziele: So soll ein Grundstück für ein eigenes Schulgebäude gekauft werden, um die Betreuung der Kinder dauerhaft zu sichern. Annelie Stötefalke besucht das Projekt regelmäßig. Damit war sich auch das Kuratorium sicher, dass das Preisgeld von 1.500,-- Euro eine gute, zweckgebundene Verwendung finden wird.

 

Der zweite Preisträger, das Europakomitee Trittau, existiert in seiner jetzigen Struktur seit Anfang der 70er Jahre. Es ist überwiegend ehrenamtlich organisiert und pflegt für die Gemeinden des Amtes Trittau insgesamt 4 Gemeinde-Partnerschaften, nämlich zu Orten in Finnland, Frankreich, Polen und England.

Regelmäßig finden sowohl Jugendkontakte als auch Austausche im privaten Rahmen sowie im Bereich der Vereine und Verbände statt. Über die Jahre sind so viele intensive Freundschaften entstanden. Das Europakomitee leistet damit einen aktiven Beitrag zur europäischen Verständigung und trägt nachhaltig zum Frieden in Europa bei. Auf Reisen und Besuchen verbringt man gemeinsame Zeit, feiert zusammen und lernt voneinander. Menschen, die sich kennen und mögen, haben Verständnis füreinander und führen keine Kriege gegeneinander. Das ist gelebte europäische Integration. Angela Ryll